mapadoo Magazin

Willkommen bei unserem Magazin. Wir nehmen kein Blatt vor den Mund und schreiben auch mal über Tabu-Themen. Fundiertes Expertenwissen. Tauch ein in die Themenvielfalt. 

Woran erkenne ich, dass mein Baby bereit für Brei ist?

Dec 02, 2020

Dein Baby wächst, wird immer aktiver, bewegt sich mehr und ist neugierig auf die Welt. Im 1. Lebenshalbjahr waren die Milchmahlzeiten – egal ob Muttermilch oder Säuglingsanfangsnahrung – super um dein Baby bedarfsgerecht mit Energie und Nährstoffen zu versorgen.

Irgendwann steigt der Bedarf an bestimmten Nährstoffen und das Baby braucht und möchte mehr . Die Milch alleine ist dann nicht mehr ausreichend. Dies ist der richtige Zeitpunkt um den ersten Brei einzuführen. Daher lautet die Empfehlung des Netzwerks Gesund ins Leben: frühestens mit Beginn des 5. Lebensmonats und spätestens mit Beginn des 7. Monats Beikost einzuführen.

Der richtige Zeitpunkt ist jedoch je nach Kind individuell unterschiedlich und hängt z.B. vom Wachstum, der motorischen Entwicklung des Babys und der sensorischen Akzeptanz ab.

Wann dein Baby für Beikost bereit ist, zeigt es dir das!

Du erkennst die Bereitschaft daran, dass

  • Dein Baby den Brei...
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Mein Baby hat Schnupfen. Muss ich etwas dagegen tun?

Dec 01, 2020

JA, denn Säuglinge sind reine „Nasenatmer“, sprich, sie atmen nur durch die Nase. Erst gegen Ende des ersten Lebensjahres entwickeln sie allmählich die Fähigkeit, auch durch den Mund zu atmen. Kommt es also im Rahmen eines banalen Schupfens zu einem geringfügigen Anschwellen der Nasenschleimhäute, wird die Nasenatmung, also das Luftholen durch die Nase aufgrund der kindlichen Anatomie mit engen Nasengängen erheblich behindert. Die Trinkleistung der Babys lässt nach, es verschluckt sich häufiger, gedeiht schlechter (nimmt nicht mehr zu), trocknet rascher aus, wird schlapper und schläft mehr als sonst. Infolge des noch unreifen Atemzentrums kann es zudem,  insbesondere bei Neugeborenen, zu Atemstörungen/-aussetzern (Apnoen) kommen.

Deshalb ist es wichtig, dass ihr rasch und richtig reagiert und unterstützende Maßnahmen ergreift:

  1. Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten, damit sich der Schleim besser...
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Warum schreien Schreibabys?

Nov 30, 2020

Alle Babys schreien – Schreibabys besonders viel, besonders heftig, besonders ausdauernd.

Grundsätzlich ist Schreien erst einmal nur ein Kommunikationsmittel, d.h. das Kind sagt: Es brauche etwas – es geht mir nicht gut – ich will Nähe etc.

Ein Schreibaby packt zusätzliche Botschaften in seine Nachricht: Ich kann nicht mehr – ich bin überreizt – ich habe keine Lösung – ich brauche sofort und ständig Nähe – ich will immer getragen/gehalten sein egal ob Tag oder Nacht…

Das Problem des Schreibabys ist seine sehr hohe Bereitschaft zum Stress, da es Fremdreize schlecht ausfiltern kann und so schnell überflutet/überfordert wird. Dieses Ausfiltern braucht Entwicklungszeit, elterliche Begleitung und viel Unterstützung um in Stabilität zu finden.

In den meisten Fällen geht mit dem Schreien eines Schreibabys ein bestimmtes Verhaltensspektrum einher: Es fuchtelt mit den Händchen...

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Die 5 beliebtesten Spielzeuge

Nov 28, 2020
 

Tanja Knoke stellt Euch ihre Top 5 Spielsachen für Kinder vor. Tanja ist Dipl.-Pädagogin und berät in ihrer Praxis in Stuttgart Eltern zum Thema Beziehung zu ihren Kindern. Als SpielRaum-Leiterin nach Emmi Pikler beobachtet sie die Kinder Woche um Woche und hat für Euch die 5 beliebtesten Spielzeuge der Kinder zusammengestellt.

Der SpielRaum ist mit Spiel- und Bewegungsmaterialien nach Emmi Pikler vorbereitet, die dem Entwicklungsstand des Kindes entsprechen. Hier gibt es Ruhe, Zeit und Raum für freie Aktivität, phantasievolles Spiel und eine Bewegungsentwicklung des Säuglings und Kleinkindes, die aus inneren Entwicklungsimpulsen kommt. Die Atmosphäre ist geprägt von Achtung und Respekt vor der individuellen Entwicklung und der Persönlichkeit der kleinen Menschen.

Für die Erwachsenen bedeutet der SpielRaum, dass sie die Lernprozesse der Kinder durch ihre beobachtende Aufmerksamkeit begleiten und als Eltern lernen, der Kompetenz...

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Nasentropfen Update zum Kindernotfall ABC - von Dr. med. Katharina Rieth

Nov 26, 2020
 

Dürfen Nasentropfen bei Säuglingen mit Schnupfen noch verabreicht werden?

Das fragen sich viele von Euch, insbesondere, seitdem die Arzneimittelkommission der Deutsche Apotheker (AMK) am 05.11.2020 mitgeteilt hat, dass von nun an die Anwendung der Otriven (Xylomethazolin) Nasentropfen gegen Schnupfen der Stärke 0,025% bei Säuglingen jünger als 1 Lebensjahr kontraindiziert ist.

Im nachfolgenden Video erfahrt ihr etwas über die Hintergründe dieses Warnhinweises und über praktikable Lösungsansätze. Den ganzen Notfallkurs gibt's hier Kindernotfall ABC www.mapadoo.de/erste-hilfe

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Was ist denn Ammensprache?

Nov 20, 2020

Ein Begriff aus der Entwicklungspsychologie. Auch baby talk, Motherese, Parentese.

Eine besondere Art und Weise der Kommunikation zwischen Eltern (und anderen Bezugspersonen) mit dem Baby/Kleinkind in den ersten Lebensjahren.

Wenn Erwachsene mit Babys (ab Geburt) in Kontakt gehen, sprechen sie idealerweise automatisch anders. Kurze einfache Sätze, Wiederholungen, das Kind beobachten und Pausen einräumen, eine höhere Stimmlage, übertriebene Betonungen und das Ganze in einem auffälligen auf- und abschwingenden Sing-Sang beschreibt das eigenwillige und kulturübergreifende Sprachangebot.

Der Säugling, das Kleinkind kann dadurch besser die Konzentration herstellen und halten, die Spiegelneuronen (lernaktive Zellen des Gehirns) werden angeregt und das Kind kann in Lernprozesse eintreten.

Erwachsene sind egal in welchem Alter oder welchen Geschlechts fähig die Ammensprache auszuüben und passen sich automatisch dem Alter und...

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Erfahrungsbericht eines Frühchenpapas - zum Weltfrühgeborenentag am 17.11.202

Nov 17, 2020

Montag, 23. Februar 2015. Ein Tag, der sich mir auf Immer und Ewig im Gedächtnis verankert hat. Etwa 9 Wochen vor dem errechneten und 5 Tage vor dem tatsächlichen Geburtstermin.

Zu diesem Zeitpunkt war unsere Schwangerschaft schon nicht einfach verlaufen, wir konnten aber nicht erahnen, was uns noch erwarten würde.

Am Anfang der Schwangerschaft stand der „Schock“ über 2 getrennte Fruchthöhlen. Wir waren mit Zwillingen schwanger. Ein unglaubliches und wundervolles Gefühl.

Zu Beginn war alles in Ordnung. Beide Föten entwickelten sich gut und wir waren bis zur achten oder neunten Woche voller Vorfreude. Dann kam für uns die erste Hiobsbotschaft. Einer der Föten hatte keine Herztöne mehr. Wieso? Weshalb? Die Frauenärztin konnte uns keine Antwort darauf geben. Wir waren traurig, unendlich traurig. Aber es gab ja noch dieses zweite Wunder.

Da meine Frau zum Zeitpunkt der Schwangerschaft schon 35 Jahre alt war, wurden wir...

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Frühgeborenenintensivmedizin – Warum der Kontakt zu Eltern mitunter wichtiger ist als medizinische Technik

Nov 16, 2020

Die Angst der Frühchen-Eltern vor der Intensivstation und allen damit zusammenhängenden Eindrücken ist riesig und gleichzeitig einer der zentralen Punkte, die mich als Neonatologen seit Beginn meiner Tätigkeit beschäftigen.

Zum einen ist es für die Eltern das Unbekannte und Ungewisse - der offene Ausgang, dem sie sich fast hilflos ausgeliefert sehen, wenn ihr Kind an der Grenze der Lebensfähigkeit geboren wird. Zum anderen ist es die Konfrontation mit der ganzen Technik, von der plötzlich das kleine Leben des eigenen Kindes abhängt.

Was sagt man dann den Eltern als behandelnder Arzt, wenn ihr Kind zu früh auf die Welt kommt?

Nun, es ist nicht das technisch Mögliche, sondern das menschlich Begrenzte, was ich zu vermitteln versuche. Jedes Frühgeborene hat, unabhängig von all seinen Begleiterkrankungen, seinen eigenen Charakter, seinen eigenen Willen und seine eigene Kraft, die wir als Team unterstützen und erkennen...

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Erfahrungsbericht einer Frühchenmama - zum Weltfrühgeborenentag am 17.11.2020

Nov 15, 2020

„Sie bekommen ein Frühchen“. Ein Satz, der sich neben der Hiobsbotschaft am 22. März 2016, dass unsere kleine Maus einen Tag später per Kaiserschnitt geholt werden sollte – genau 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin – für immer in unsere Seele eingebrannt hat.

Als Eltern fiebert man förmlich der magischen Grenze der 37. SSW entgegen, ab der ein Baby kein Frühchen mehr ist. Und nun erwischte es uns eiskalt. Eine Schwangerschaftsvergiftung konnte nicht ausgeschlossen werden, die Maus lag mit dem Kopf nach unten im Becken, Fruchtwasser war kaum vorhanden und der letzte Ultraschall ergab sehr schlechte Werte – die Ärztin wollte nichts riskieren. Einen Tag später kam unsere Maus auf die Welt und wurde sofort in die Neonatologie gebracht. Nur einen kurzen Blick durfte ich im OP auf sie werfen, da alles ganz schnell gehen musste. Aufgrund eines späten Kaiserschnitts am Nachmittag konnte ich sie erst am Tag...

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Wie kann Trösten gelingen?

Nov 12, 2020

Das Nervensystem eines Kindes reift erst langsam in den ersten Lebensjahren aus, d.h. der Erwachsene ist in dieser Anfangszeit (mindestens bis 5. LJ) „Emotionscoach“ seines Kindes. Erwachsene müssen das Kind in starken Gefühlsmomenten (Angst, Wut, Stress, Frustration etc.) begleiten.

Wenn ein Baby schreit, ein 2Jähriges tobt, ein 4Jähriges zornt, dann ist sein Nervensystem aus dem Gleichgewicht geraten: Der Sympathikus (anregend) ist überreizt – der Parasympathikus (beruhigend) ist inaktiv.

D.h das Kind empfindet Stress und sein Körper drückt dies aus durch hohe Herzfrequenz, erhöhten Blutdruck, schnelle Atmung, angespannte Muskulatur und Schwitzen. Diese Stressreaktion ist natürlich und hat grundsätzlich nichts Bedrohliches. Wenn das Kind jetzt zeitnah erleben kann, dass Eltern/Erzieher*innen/Bezugssysteme hilfreich reagieren und liebevoll zur Seite stehen, dann lernt das Kind „Ich bin nicht alleine –...

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