mapadoo Magazin

Willkommen bei unserem Magazin. Wir nehmen kein Blatt vor den Mund und schreiben auch mal über Tabu-Themen. Fundiertes Expertenwissen. Tauch ein in die Themenvielfalt. 

Was ist denn Ammensprache?

Nov 20, 2020

Ein Begriff aus der Entwicklungspsychologie. Auch baby talk, Motherese, Parentese.

Eine besondere Art und Weise der Kommunikation zwischen Eltern (und anderen Bezugspersonen) mit dem Baby/Kleinkind in den ersten Lebensjahren.

Wenn Erwachsene mit Babys (ab Geburt) in Kontakt gehen, sprechen sie idealerweise automatisch anders. Kurze einfache Sätze, Wiederholungen, das Kind beobachten und Pausen einräumen, eine höhere Stimmlage, übertriebene Betonungen und das Ganze in einem auffälligen auf- und abschwingenden Sing-Sang beschreibt das eigenwillige und kulturübergreifende Sprachangebot.

Der Säugling, das Kleinkind kann dadurch besser die Konzentration herstellen und halten, die Spiegelneuronen (lernaktive Zellen des Gehirns) werden angeregt und das Kind kann in Lernprozesse eintreten.

Erwachsene sind egal in welchem Alter oder welchen Geschlechts fähig die Ammensprache auszuüben und passen sich automatisch dem Alter und...

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Erfahrungsbericht eines Frühchenpapas - zum Weltfrühgeborenentag am 17.11.202

Nov 17, 2020

Montag, 23. Februar 2015. Ein Tag, der sich mir auf Immer und Ewig im Gedächtnis verankert hat. Etwa 9 Wochen vor dem errechneten und 5 Tage vor dem tatsächlichen Geburtstermin.

Zu diesem Zeitpunkt war unsere Schwangerschaft schon nicht einfach verlaufen, wir konnten aber nicht erahnen, was uns noch erwarten würde.

Am Anfang der Schwangerschaft stand der „Schock“ über 2 getrennte Fruchthöhlen. Wir waren mit Zwillingen schwanger. Ein unglaubliches und wundervolles Gefühl.

Zu Beginn war alles in Ordnung. Beide Föten entwickelten sich gut und wir waren bis zur achten oder neunten Woche voller Vorfreude. Dann kam für uns die erste Hiobsbotschaft. Einer der Föten hatte keine Herztöne mehr. Wieso? Weshalb? Die Frauenärztin konnte uns keine Antwort darauf geben. Wir waren traurig, unendlich traurig. Aber es gab ja noch dieses zweite Wunder.

Da meine Frau zum Zeitpunkt der Schwangerschaft schon 35 Jahre alt war, wurden wir...

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Frühgeborenenintensivmedizin – Warum der Kontakt zu Eltern mitunter wichtiger ist als medizinische Technik

Nov 16, 2020

Die Angst der Frühchen-Eltern vor der Intensivstation und allen damit zusammenhängenden Eindrücken ist riesig und gleichzeitig einer der zentralen Punkte, die mich als Neonatologen seit Beginn meiner Tätigkeit beschäftigen.

Zum einen ist es für die Eltern das Unbekannte und Ungewisse - der offene Ausgang, dem sie sich fast hilflos ausgeliefert sehen, wenn ihr Kind an der Grenze der Lebensfähigkeit geboren wird. Zum anderen ist es die Konfrontation mit der ganzen Technik, von der plötzlich das kleine Leben des eigenen Kindes abhängt.

Was sagt man dann den Eltern als behandelnder Arzt, wenn ihr Kind zu früh auf die Welt kommt?

Nun, es ist nicht das technisch Mögliche, sondern das menschlich Begrenzte, was ich zu vermitteln versuche. Jedes Frühgeborene hat, unabhängig von all seinen Begleiterkrankungen, seinen eigenen Charakter, seinen eigenen Willen und seine eigene Kraft, die wir als Team unterstützen und erkennen...

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Erfahrungsbericht einer Frühchenmama - zum Weltfrühgeborenentag am 17.11.2020

Nov 15, 2020

„Sie bekommen ein Frühchen“. Ein Satz, der sich neben der Hiobsbotschaft am 22. März 2016, dass unsere kleine Maus einen Tag später per Kaiserschnitt geholt werden sollte – genau 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin – für immer in unsere Seele eingebrannt hat.

Als Eltern fiebert man förmlich der magischen Grenze der 37. SSW entgegen, ab der ein Baby kein Frühchen mehr ist. Und nun erwischte es uns eiskalt. Eine Schwangerschaftsvergiftung konnte nicht ausgeschlossen werden, die Maus lag mit dem Kopf nach unten im Becken, Fruchtwasser war kaum vorhanden und der letzte Ultraschall ergab sehr schlechte Werte – die Ärztin wollte nichts riskieren. Einen Tag später kam unsere Maus auf die Welt und wurde sofort in die Neonatologie gebracht. Nur einen kurzen Blick durfte ich im OP auf sie werfen, da alles ganz schnell gehen musste. Aufgrund eines späten Kaiserschnitts am Nachmittag konnte ich sie erst am Tag...

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Wie kann Trösten gelingen?

Nov 12, 2020

Das Nervensystem eines Kindes reift erst langsam in den ersten Lebensjahren aus, d.h. der Erwachsene ist in dieser Anfangszeit (mindestens bis 5. LJ) „Emotionscoach“ seines Kindes. Erwachsene müssen das Kind in starken Gefühlsmomenten (Angst, Wut, Stress, Frustration etc.) begleiten.

Wenn ein Baby schreit, ein 2Jähriges tobt, ein 4Jähriges zornt, dann ist sein Nervensystem aus dem Gleichgewicht geraten: Der Sympathikus (anregend) ist überreizt – der Parasympathikus (beruhigend) ist inaktiv.

D.h das Kind empfindet Stress und sein Körper drückt dies aus durch hohe Herzfrequenz, erhöhten Blutdruck, schnelle Atmung, angespannte Muskulatur und Schwitzen. Diese Stressreaktion ist natürlich und hat grundsätzlich nichts Bedrohliches. Wenn das Kind jetzt zeitnah erleben kann, dass Eltern/Erzieher*innen/Bezugssysteme hilfreich reagieren und liebevoll zur Seite stehen, dann lernt das Kind „Ich bin nicht alleine –...

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Kopflauswarnung in der KiTa – und jetzt?

Oct 13, 2020

Wer kennt es nicht? Die Kinder sind endlich alle ins Auto gepackt oder in den Radanhänger geschnallt und während sie munter erzählen bzw. vor sich hin „brabbeln“ oder hysterisch weinen und schreien versucht man, sich selbst zu konzentrieren, geht im Kopf nochmals die heutige „To-do-Liste“ durch und fragt sich zumeist, ob man nicht wieder irgendetwas vergessen hat. Wie jeden Morgen rast die Zeit und Haushalt, Einkauf, Kinder, Job & Co unter einen Hut zu bringen ist wie immer eine Herausforderung. Da wird man umso nervöser, wenn man endlich an der KiTa angelangt ist und einem sofort das Schild mit der „Kopflauswarnung“ ins Gesicht springt. Während man sein Kind auspackt, juckt es einem gefühlt schon überall. Am liebsten würde man es angesichts der Assoziationen, die sich in den eigenen Hirnwindungen bei vielen von uns breitmachen, direkt wieder mitnehmen.

Doch...

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Notfälle bei Babys und Kleinkindern - 3 Fragen an eine Kinder- und Notärztin

Oct 09, 2020

Heute im Kurzinterview: Dr. med. Katharina Rieth. Katharina ist Kinder- und Notärztin, ist Woche um Woche im Notfalleinsatz und weiß, worauf es ankommt. Wir haben ihr 3 Fragen zum Thema Kindernotfälle gestellt: 

mapadoo: "Zu welchen Notfällen bei Babys und Kleinkindern wirst Du am häufigsten gerufen?"

Katharina: "Ich werde definitiv am häufigsten zu respiratorischen Notfällen (Atemwegserkrankungen), hier insbesondere dem Pseudokruppanfall bei Kleinkindern oder dem „Luftanhalten“ von Säuglingen nach „Verschlucken von Muttermilch“ gerufen. Kurz darauf folgen dann schon das Krankheitsbild des Fieberkrampfes sowie spielbedingte Verletzungen von Kleinkindern im Sinne von Frakturen (Brüchen). Alle weiteren Kindernotfälle sind eher seltener."

mapadoo: "Welche Notfälle werden von Eltern aufgrund von Unwissenheit verschlimmert?"

Katharina: "Eltern neigen dazu, bei augenscheinlichen...

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Hilfe, was pack ich ein zur Geburt? Was kommt in die Kliniktasche?

Jul 12, 2020

Bis zur Geburt deines Babys dauert es voraussichtlich nur noch drei bis vier Wochen und langsam machst du dir Gedanken darum, was du dafür in die Klinik mitbringen solltest? Dann geht es los mit dem Packen deiner Kliniktasche! Das heißt, eigentlich zwei – eine kleinere für den Kreißsaal und eine für dein Stationszimmer. Denk bitte daran, dass ein sperriger Koffer nicht in deinen Zimmerspind passen und im Raum viel Platz wegnehmen würde. Im Folgenden habe ich dir eine Liste zusammengestellt, damit du dich beim Packen leichter orientieren kannst und auch wirklich an alles denkst.

Bei allem gilt, sich im Vorgespräch bzw. in der Hebammensprechstunde zu informieren, was man in seine Wahlklinik auf jeden Fall mitbringen sollte, und was gestellt wird. Bei Wünschen deinerseits bezüglich alternativer Begleitung mit beispielsweise Homöopathie oder Aromatherapie kannst du hier auch gleich nachfragen. Oder auch ob eine Badewanne...

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